Mein Persönlicher Werdegang
Nach einem 5jährigem Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig 1957 arbeitete ich zusammen mit meinem Mann, Klaus Koker, ebenfalls Absolvent der Hochschule für Graphik- und Buchkunst, als Dozentin für Zeichnen an der Uni in Leipzig. Seit 1965 waren wir freischaffend.

Wir haben gemeinsam mehrere Kindergärten, Kinderkrippen und Kinderkrankenhäuser künstlerisch ausgestaltet und Glasfenster und Kachelmosaike im Flachglaswerk Torgau angefertigt.

Im Jahre 1969 im Anschluß an das 11.Plenum der SED wurde uns beiden ein Parteiprozess der SED wegen: "Sozialdemokratischer Untriebe Dritte-Wegs-Theorie und Fraktionsbildung" gemacht. Trotz Berufsverbotes wurden unsere Glasmonotypien in den 70er Jahren (im Zusammenhang mit der Anerkennung der DDR) in Finnland, Schweden, Norwegen und Frankreich ausgestellt. Die bürgerliche Presse der skandinavischen Staaten hat sich damals erstaunt und bewundernd geäußert.

Danach kam nicht nur wegen des Berufsverbotes, sondern aus weltpolitischen restaurativen und reaktionären Gründen wie alle 10 Jahre wieder eine Durststrecke von 7 Jahren und ich arbeitete als Saisonarbeiterin in einer Baumschule!

1987 im weitesten Zusammenhang mit den Gorbatschowschen Reformen unternahmen wir der großen Nachfrage nach unseren "Tierbilder für Kinder" wegen einige Drucklegungen

und lieferten das komplette Druckerzeugnis an das Kombinat Papier- und Kulturwaren und die Bilderabteilung des Leipziger Kommissions- und Großbuchhandels, die beide dem Handelsminister der ehemaligen DDR und nicht dem Kulturminister Kurt Hager unterstanden und sich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage richten durften.

Unsere Drucke gelangten an alle HO- und Konsument-Verkaufshäuser und deren Kunden. Viele Versuche, wie die Herausgabe eines Kalenders 1992, Teilnahme an einer Messe in Cottbus 1997 einer Ausstellung in der "Alten Pumpe" in der Lützow-Straße im Oktober 2000 und der Vorstellung unseres Oeuvres im Internet waren bei dem Versuch der Vermarktung unserer Kunst, die seit 1996, als mein Mann, der ein geradezu fanatischer Berliner war, während unseres Umzuges von Leipzig nach Berlin plötzlich starb, nur noch meine Kunst ist, erfolgreich.

Bei den Studien zur "loveparade" hatte ich viele Gespräche mit italienischen, französischen und deutschen Jugendlichen, die (gar nicht so unpolitisch wie in der Öffentlichkeit angenommen) ihre Lebensfreude in einem wiedervereinten friedlichen Europa am Standort des wiedervereinten Berlins zum Ausdruck bringen möchten.

Mich hat die Selbstinzinierung der Jungend, der Individualismus, die selbstbestimmte Gruppierung der jungen Leute fasziniert, und ich wünsche vor allem den jungen Leuten einen rechtgroßen Anteil an einem zu erwartenden Wirtschaftsaufschwung.

Eleonora Koker